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    December 31

    Trauer und Schmerz number TWO

    Nie werd ich ihn vergessen - den Sommer vor drei Jahren
    Der wärmste Sommer seit ich denken kann
    Bei Nacht herrschte die schwüle Hitze
    Die das Nachtgewand am Körper kleben ließ
    Diese Taubheit durch die Wärme
    Die den Geist benebelt
    Und dich glauben macht
    Dass dein Blut kochend durch den Körper fließt
    Als ich wieder keinen Schlaf fand
    Trieb ich ruhelos durch die Straßen
    Dann traf ich sie im bleichen Mondlicht
    Sie sprach mich an und ich erstarrte
    Und sie nahm mich bei der Hand
    Und führte mich in ihr schwarzes Wunderland
    Bald hatten wir den Wald erreicht
    Die Stadt lag weit zurück
    Und nur die Nacht war Zeuge
    Als ihr Spiel begann...
    Die schwüle Luft in meinen Lungen
    Und ihr Geschmack auf meiner Zunge
    Dann lag das Messer in ihrer Hand...
    Und sie fing an sich zart zu schneiden
    Ein Netz aus warmen Rot
    Verzierte ihren nackten Leib
    und sie blutete für mich, einen ganzen Sommer lang
    Sie führte meisterlich die Klinge,
    Die das Lied des Schmerzes sang
    Jede Nacht war das Leid unser beider Lohn
    Die Narben trug ich gerne als Zeichen dieser Religion
    Ich konnte es kaum erwarten, bis der Tag der Nacht verfiel
    Denn dann endlich konnte es beginnen, das Messerspiel
    Stund um Stund öffneten wir unsere Körper
    Bis das Licht des neuen Tages den Reiz vertrieb
    So verlief der wärmste Sommer, seit ich denken kann
    Noch heut trag ich stolz die Narben, mein ganzes Leben lang
    Eines Nachts, bei Regenschauer, endete das Liebesspiel
    Der letzte Schnitt an ihrem Körper war wohl endgültig zu viel...
    Und das Leben troff in langen Bahnen aus ihrem Leib
    Ein letztes Lächeln, dann war es an der Zeit
    Sie schloss die Augen, und ging für immer fort
    Mit Tränen in den Augen verließ ich diesen Ort
    Wo sie lag auf einem Netz aus rotem Lebenssaft ...
    Nie werd ich vergessen -
    Den Sommer vor drei Jahren
    Der schönste Sommer, seit ich denken kann
    Bei Nacht herrschte die Klinge
    Die das Leben strömen lässt
    Diese Taubheit durch Blutarmut
    Die den Geist vernebelt
    Und dich träumen lässt
    Wenn dein Blut den Boden nässt...
    
    
    

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